99 Fire-Films Award 2010

February 22, 2010 Uhr |

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// Die Sieger des 99 Fire-Films Award 2010 //

„Wenn uns Leute wirklich gut gefallen, dann machen wir uns immer wieder schlau und schauen uns den Nachwuchs ganz genau an,“ sagte Torsten Koch, Geschäftsführer von Constantin Film und bei einer Einreichungszahl von mehr als 750 Filmen zum diesjährigen 99 Fire-Films Award kann man fast sicher sein, dass man im Hause Constantin mehr als nur 1-2 Beiträge sichtet. Trotz der strengen Produktionskriterien  - alle Teilnehmer hatten nur 99 Stunden, um zu einem vorgegebenen Thema einen 99 Sekunden langen Film zu drehen – war der Kurzfilm-Wettbewerb auch in diesem Jahr der Auftakt zu Kreativexplosionen, wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können:

Das Thema, der Konflikt zwischen „Gut und Böse“, personifiziert durch den Bösen Rost und den Guten Feuerzink, wurde völlig unterschiedlich umgesetzt und so variierten die Plots selbst bei den Siegerfilmen in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Kamera“ und „Beste Idee“ zwischen einem NRPD‐Parteivorsitzende RonnyHolzapfel, der für die Erhaltung der Rostkultur in Deutschland kämpft („NRPD“ – John von Ascheraden | Beste Idee),

http://www.vimeo.com/9578045

über die eigentümliche Hautkrankheit Oxidermitis, die sich unaufhaltsam vermehrt und der 24 Stunden Feuerverzinkungs‐Notfall‐Service alle Hände voll zu tun hat („Oxydermitis“ - Dennis Hemstedt | Beste Kamera)

http://www.vimeo.com/9571976

bis zum zweiten Teil der Jetztzeit-Heldensaga um  Hans Zinkowski, mit dem Sofia Bavas schon im letzten Jahr den Preis für die „Beste Kamera“ und in diesem Jahr den mit 9.999 Euro dotierten Preis für den „Besten Film“ gewann. In Film „Zinkowski gegen den Rost der Welt“ lässt die Berliner Regisseurin Zinkowski erneut an den Widrigkeiten der Welt verzweifeln, doch nichts kann Zinkowski stoppen, er ist unkaputtbar egal ob Fenstersturz oder U‐Bahn‐Crash.

http://www.vimeo.com/9574993

Auch Schauspielerin und Mitglied der diesjährigen Jury Bettina Zimmermann war am Donnerstag während der Gala im Admiralspalast begeistert von Professionalität und Kreativität der Filme: „Unglaublich tolle Ideen, unglaublich tolle Umsetzungen, Wahnsinn, was man in 99 Stunden alles machen kann.“

Die Gala zum Award fand parallel zur Berlinale am 18. Februar 2010 im Admiralspalast statt und dort wurde der Rote Teppich für die Teams der nominierten TOP 9, die Jury sowie zahlreiche Gäste der Film- und Medienbranche ausgerollt und wie alle Partys während der Berlinale, sollte auch diese rauschend und sehr, sehr lange werden…

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// Tobias Schenke (links) und Bettina Zimmermann, Veranstalter Stefan Kiwit und Moderatorin Verena Wriedt am Roten Teppich //

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// Die Jury des 99 Fire-Films Award 2010 //

Alle TOP 9 des 99 Fire-Films 2010 kann man sich hier anschauen. Alle Siegerfilme im Überblick:

Sieger in der Kategorie Bester Film:
1. Platz > „Zikowski gegen den Rost der Welt“ - Sofia Bavas
2. Platz > „Rostkreuz“ - Sascha Quade
3. Platz > „Wäre doch schön“ - Dennis Feldhus

Sieger in der Kategorie Beste Kamera:
1. Platz > „Oxydermitis“ - Dennis Hemstedt
2 . Platz > „Das Korrosions Komplott“ - Matthias Bazyli & Kai Kolodziej
3. Platz > „Iophobie“ - Norleon Graff, Björn Kirschniok, Gaby Weber, Andrea Wolgemuth

Sieger in der Kategorie Beste Idee:
1. Platz > „NRPD“ - John von Ascheraden
2. Platz > „Rostbusters“ - Max Lais & Jan Zenkner
3. Platz > „Durchgezapft“ - Markus Straßer

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// Die Hochschwangere Regisseurin Sofia Bavas während der Preisvergabe //

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// Die After-Show Party des 99 Fire-Films Award 2010 //

Die Preisverleihung des 99 Fire-Films Award

February 21, 2010 Uhr |

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Parallel zur Berlinale wurde nun zum zweiten Mal ein rasantes Stück Filmgeschichte geschrieben. Aufgerufen waren kreative Jung‐Filmemacher, die sich der Aufgabe gewachsen fühlten, unter Zeitdruck zu arbeiten. In nur 99 Stunden musste ein 99Sekunden‐Film konzipiert, gedreht und geschnitten werden. Das Thema des diesjährigen 99 Fire-Films award war „Guter Rost – Böser Zink“ und mit mehr als 750 Teams in 2010 hat sich die Zahl der Teilnehmer im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Unser Film von der Preisverleihung im Berliner Admiralspalast zeigt die Gerüchte auf dem Roten Teppich, überraschte Sieger auf der Bühne und einen Abend voll kreativer Ideen.

http://www.vimeo.com/9640761

“Beste Idee” - Die Gewinner im Interview

February 21, 2010 Uhr |

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Wie aus einem Ärgernis der Wettbewerbsbeitrag wurde, der am Donnerstag im Admiralspalast zur “Besten Idee” des 99 Fire-Films-Festival 2010 gekürt wurde? Die Gewinner des Films “NRPD” verraten es im Interview…

http://www.vimeo.com/9583642

Tyron Ricketts & Tobias Kasimirowicz im Interview

February 19, 2010 Uhr |

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Die Schauspieler Tobias Kasimirowicz und Tyron Ricketts standen uns am Roten Teppich des Admiralspalast Rede und Antwort und Ersterer empfahl sich gleich noch für das 99 Fire-Films Festival im nächsten Jahr: Tobias Kasimirowicz drehte sowohl schon mal in weniger als 99 Stunden und mit Rost kennt er sich nach eigener Aussage auch bestens aus…

http://www.vimeo.com/9574630

Bettina Zimmermann im Interview

February 19, 2010 Uhr |

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Bettina Zimmermann scheint eine gute Nase für Filme zu haben. Als Schauspielerin sowieso, aber auch als Jury-Mitglied. Uns verriet sie am Roten Teppich, dass alle drei ihrer Favoriten, am gestrigen Abend mit einem Preis ausgezeichnet wurden…

http://www.vimeo.com/9574080

Oliver Korittke im Interview

February 19, 2010 Uhr |

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Jury-Mitglied Oliver Korittke verriet uns gestern Abend am Roten Teppich des Admiralspalast, welche Herausforderungen eher im Wettbewerb sah und warum das 99 Fire-Films Festival in seinen Augen wichtig ist…

http://www.vimeo.com/9573802

Gewinnerin Sofia Bavas im Interview

February 19, 2010 Uhr |

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Der Preis des 99 Fire-Films Award ist vergeben und den Scheck über 9999 € für 99 Minuten Film, gedreht in 99 Stunden hielt die hochschwangere Sofia Bavas gestern Abend auf der Bühne des Admiralspalasts für ihren Film “Zinkowski gegen den Rost der Welt” glücklich in den Händen. Trotz all der Überraschungsfreude und der Feierei haben wir es geschafft, ein kurzes Interview mit Sofia zu ergattern.

http://www.vimeo.com/9573200

99 Making Of | Der Film

February 18, 2010 Uhr |

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Überall prunkt und glitzert es in der Hauptstadt und auch die heutige Preisverleihung der 99 Fire-Films Award reiht sich ein die Serie der Würdigung des kreativen Umgangs mit dem Film.

Noch immer ist nicht bekannt, welche der Wettbewerbsbeiträge es unter die letzten neun der Preisträger schafft- im Wettbewerb sind noch 49 Filme -doch schon vorab zeigen wir Euch Film Nr.1 des Teambattles Sofire vs. KeglerIschinger, der ausschließlich mit Nokia Nseries-Geräten gedreht worden ist.

Vorhang auf für “99 Makinf Of” von Ben Kegler und Christoph Ischinger:

http://www.vimeo.com/9491521

Der letzte Schliff, die letzen Stunden…

February 13, 2010 Uhr |

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Bevor beide Teams vom Set an ihre Rechner zurückkehrten, schien die Vorgabe “99 Sekunden” noch kein wirkliches Problem zu sein. Doch kurz vor dem Upload und mitten im Schnitt, schleicht sich sowohl bei Team KeglerIschinger als auch beim Team Sofire merkliche Nervosität ein: Während die einen vom “Ausschlachten” sprechen, wird anderenorts lautstark über die Frage Kunst vs. Produkte diskutiert…dabei sollte es doch eigentlich um Gut gegen Böse gehen - nud es bleiben nur wenige Stunden bis zur Abgabe…

http://www.vimeo.com/9400244

Close-Up: Team KeglerIschinger

February 10, 2010 Uhr |

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Alle Festivalbeiträge sind inzwischen abgegeben, nun sichtet die Jury des 99 Fire-Films Award die Kurzfilme, beratschlagt über Technik, Kameraführung und natürlich die Umsetzung des Menschheitskonflikt aus Gut und Böse - verkörpert durch Feuerzinken und Rost - und wird sich am kommenden Freitag zu einer Jury-Sitzung treffen, um die besten 9 und die finalen Gewinner zu küren, deren Arbeiten zur Gala am 18.Februar im Admiralspalast präsentiert werden. Sounds-Like-Me begleitete zwei Teams während ihrer Dreharbeiten und nachdem wir schon “Team Sofire” um Regisseurin Sofia Bavas im Videointerview vorstellten, folgt nun das Interview mit den Filmemachern Ben Kegler und Christoph Ischinger vom “Team KeglerIschinger”, die die Herausforderung annahmen und ihren Wettbewerbsbeitrag mit Nokia-Devices drehten.

Was war die größere Herausforderung beim 99 Fire Films Award: Die knappe Zeit oder sind es die inhaltlichen Vorgaben?

Ben: Die inhaltliche Vorgabe empfand ich als einschränkend. Insbesondere da es sich nicht - wie bei anderen zeitbegrenzten Festivals - um ein offenes und ausbaufähiges Thema handelt. Wir mussten uns also richtig was einfallen lassen, um Spaß an der Sache zu haben. Die Zeit hingegen ist mit über 99 Stunden eher üppig bemessen. Das ist bei “Berlin 36″ oder auch den “48h Festival” deutlich härter.
Christoph: Im Endeffekt bleibt es aber natürlich die Kombination aus schwierigem Thema und zeitlicher Begrenzung.

Was ist Euer Konflikt zw. Gut und Böse - das Hauptmotiv aller Beiträge des diesjährigen 99 Fire-Films Festival ?

Ben: Wir haben den filmischen Konflikt nahe an der Situation gehalten, in die wir kamen, als das Thema bekannt gegeben wurde.
Christoph: Also unsere Hauptfigur heißt Sendzimir nach einem Verfahren zur Feuerverzinkung. Der Mann, der sich für ihn ein Festival ausdenkt, heißt Rost…

Ihr hattet 99 Stunden für Skript, Umsetzung, Schnitt und Abgabe der Wettbewerbsbeiträge. Welcher Part nahm die meiste Zeit in Anspruch und wie eng ist dieser Timeschedule?

Ben: Bei einem solchen Projekt muss man die vorhandenen Beschränkungen in Vorteile übersetzen. Wir haben unser Konzept also auf die Rahmenbedingungen abgestimmt und uns auf das konzentriert, was uns Spass gemacht hat. Idee und Skript hatten wir dann ziemlich schnell zusammen. Die meiste Zeit hat letztlich der Schnitt gekostet. Insgesamt sind wir aber doch ganz gut hingekommen.
Christoph: 99 Stunden ist echt relativ breit bemessen. So breit, dass wir uns eventuell nicht genug unter Druck gesetzt haben, um die Zeit voll auszunutzen.

Mit “Derbe 5” hast Du Ben,  ein Serie um fünf Berliner und ihr Leben in der haupstädtischen Clubszene für Mobile Devices konzipiert, und bist dafür mit dem kurzundschoen-Preis ausgezeichnet worden. Was macht das Handy als Rezeptionsmedium für Dich spannend?

Ben: Ich interessiere mich schon lange für neu entstehende, sowie kurze, sehr kurze und nicht zuletzt serielle Formate. Das Medium ”Mobiles Endgerät” bringt den einzigartigen Vorteil mit sich, dass es ein fester Teil des Mediennutzungsverhalten eines jeden Users ist. Es ist nur damit möglich Filme immer, überall und direkt zum Rezipienten zu bringen. Deutlich gesagt: Handys sind die persönlichsten Technikgeräte der Gegenwart und der Zukunft. Handys sind unaufhaltsam auf dem Weg das, so oft besprochene, EINE Endgerät zu werden. Dadurch nimmt der Betrachter das Gezeigte mit einer völlig anderen Erwartungshaltung auf.
Zudem ist ”Mobile Content” ein neues - und für Innovationen empfängliches - Feld:  Hier gibt es noch keine in Stein gemeißelten, glatten Erfolgsrezepte nach denen ein Großteil der Massenware Film produziert wird. Das Medium Handy ist also wie ein großer Spielplatz mit vielen bunten und längst nicht ansatzweise ausgereizten Möglichkeiten. Durch die offensichtliche Begrenzung des Formates muss ein Film auch sehr viel ehrlicher und überzeugender sein, um Glaubwürdigkeit zu erlangen. Das macht für mich den großen Reiz aus und trifft letztendlich extrem gut den herrschenden Zeitgeist und den Wunsch nach Authentizität.

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// Foto > Ben und Christoph während der Dreharbeiten zum Wettbewerbsbeitrag 2010 //

Euren Beitrag zum 99 Fire-Films Award habt ihr mit einem Handy gedreht. Ist es denkbar, selbst Langfilme evtl. zukünftig via Handy zu produzieren?

Christoph: Naja, momentan ist der Trend wieder Hochtechnisches und Aufwendiges wie 3D-Kino. Die ganze Dogma-Bewegung, die sowas dann auch wirklich ins Kino bringen könnte, ist ziemlich eingeschlafen. Die nächste Gegenbewegung kommt bestimmt, und nur wenig ist radikaler, als einfach mit dem Handy draufzuhalten. Youtube-Langfilme (vom Handy) gibts wahrscheinlich schon, das weiß aber Ben besser.

Ben: M.E ist das bereits mehrfach passiert. Die Entscheidung, ob das Format Handyvideo ein richtiges Stilmittel ist, ergibt sich für mich aus Aussage und Geschichte des jeweiligen Filmes.

Vergeben wird der Award in den Kategorien “Bester Film”, “Beste Idee”, “Beste Kamera” - worauf setzt Ihr mit Eurem Beitrag?

Ben: Beste Idee.
Christoph: Auf den Spaß, ihn gemacht zu haben. Die Zusatz-Kategorie “Bester Spass” wäre wohl für uns reserviert.
Wie seid Ihr zum Film gekommen?

Ben: Direkt nach dem Abitur kam mir ein Faltblatt des Studiengangs Experimentelle Filmgestaltung (UDK) in der Hand. Nach langjähriger Arbeitserfahrung in der Werbung habe ich mich dann einfach beworben und an der UDK Berlin und dem SCA Sydney experimentellen und narrativen Film studiert. Als mein ersten Film gemacht war, wusste ich: Das ist Liebe!
Christoph: Glaubt jetzt wieder niemand, aberich kam durch Zufall zum Film. Ich hab verkatert Tom Schilling kennengelernt, der mich dann zu einem Praktikum überredet hat, ich hatte nichts Besseres zu tun und seitdem bin ich da.

Was macht das Erzählmedium “Kurzfilm” für Euch so interessant?

Ben: Die erzählerische Freiheit. Die strukturellen Möglichkeiten. Die Masse der zur Verfügung stehenden Stilmittel. Die relativ kurze Produktionszeit. Das auf den Punkt kommen.
Christoph: Ich arbeite gerade an einem Stoff für einen aufwendigeren Kurzfilm. Interessant ist nur, wie schwierig es ist, sich da immer in allem zu begrenzen. Ich bin glaub ich eigentlich eher der epische Typ.