January 15, 2010 from DANIEL ERK
Michaele Dippel aka Ada ist eine der großen Zauberinnen des deutschen Minimal. So sanft doch treibend, so melodiös doch tanzbar ist Techno sonst selten. Musik, die man morgens um 7 Uhr bejubelt und zuhause nach dem Aufwachen sofort wieder hören mag, auch wenn die Ohren noch dröhnen und der Kopf sonst gar nichts verträgt.
Die Singleauskopplung “Lovestoned” feat Raz Ohara von der aktuellen Mix-VÖ “Adaptions” ist auch wieder so eine Federdecke aus Beat, Bass und Gesang, in die man sich einwickeln mag, wenn man - wie der Autor - malad, müde und fiebrig im Bett rumhängt. Das neue Video zum Song passt, wackelt und … ach egal, ist toll:
Und ebenso herzzereißend schön ist auch der Gui-Borrato-Remix von “Lovestoned”:
(via)
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January 15, 2010 from DANIEL ERK

Nur noch wenige Tage sind’s bis das neue Hot Chip-Album erscheint und, kaum Wunder, die Erwartung sind noch höher als die Vorschußlorbeeren wachsen. Das Zeit Magazin, nicht unbedingt auf du mit dem heißen Kram (wäre das Zeit Magazin ein Mensch, wäre es 41 und würde sich bemühen, mit den 34-Jährigen auf Augenhöhe zu bleiben) lobpreist bereits. Aber ach: leider mit wenig Recht. So durchwachsen die ersten Anzeichen waren, so durchwachsen ist “One Life Stand” gesamt. Sicherlich das schwächste Hot Chip-Album soweit.
http://myspacetv.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&videoid=101286758
Woher kommt’s? Zum einen geben Hot Chip die bislang gewohnte Mischung aus Pop, Soul und House auf, reduzieren das Tempo, verlegen sich eher auf die feine, weniger aufdringliche Melodie und zudem auf zum Teil eher billige Sounds. Und dann sind die Effekte, die Hot Chip auffahren, bekannt und ein wenig abgenutzt. Bislang war jedes Album eine Weiterentwicklung, dieses nun ist eher ein Stehenbleiben, Durchatmen. Damit keine Mißverständnisse aufkommen: One Life Stand ist kein schlechtes Album und wird sicherlich über die Zeit noch an Qualität gewinnen, gerade weil es so zurückgenommen daherkommt. Die große Euphorieschleuder ist das Album allerdings eben nicht.
Natürlich ist nicht alle Hoffnung verloren. Immerhin kamen rund um das letzte Album fast zwei Dutzend Remixe in Umlauf, die auf zum Teil eher okayen noch irrsinnig brilliante Remixe machten. Auch wenn der bereits zu vorliegende Carl Craig-Mix noch nicht ganz das Maximum ausschöpft, besser, treibender, tanzbarer und lebendiger als das Original ist er allemal:
Und als Schmankerl diese wunderbare Mike Bones-Coverversion von Alexis Taylor (nach dem wahnsinnig guten Matthew Dear-Cover zu “Don & Sherrie” und dem “King’s Cross“-Remix schon der dritte Track, der mehr Aufmerksamkeit verdient hätte):
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January 13, 2010 from DANIEL ERK
Afrikan Boy, der ‘89 geborene und in London Psychologie studierende Nigerianer Olushola Ajose, hat seinen ersten Schritt ins Rampenlicht an der Seite von MIA in “Hussel” gemacht und mit seinem Rappart auf “Paper Planes (Remix)” (”I am a legend, something like Jay Jay Okocha … the greatest hustler on earth I know is my mother”).
Nun, da Weltmusik - dieses musikalische Pendant zum politischen Mitleid mit der dritten Welt - ausstirbt und stattdessen von lokalen Rap- und Popvarianten abgelöst wird und da sowieso das Jahr Afrikas kommen wird, wird Afrikan Boy ein großes Ding.
Das Debütalbum wird “1444 Musik” heißen, der Titel – schreibt zumindest die Spex – dürfte sich auf die Eröffnung des »Mercado de Escravos«, des ersten europäischen Sklavenmarkts in Lagos, Portugal im Jahr 1444 beziehen. Auch toll, aber sicher nicht auf “1444 Musik”: Wie Afrikan Boy über Jay’Zs “Run This Town” spittet (hier als Download):
Außerdem hörenswert: Dieser Remix hier von “African Warrior” – und der “One Mic”-Freestyle (in dem ein paar Zeilen aus “Paper Planes” wiederholt werden):
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January 13, 2010 from DANIEL ERK

Kaum ist das Jahr im Zeichen von Fever Ray vorüber, nehmen The Knife schon wieder die Fäden auf, die sie zuletzthaben durchhängen lassen. Und der Neustart ist kaum unambitioniert: Nach den Gorillaz werden nun auch The Knife das Format “Oper” angehen und in “Tomorrow, in a year” Geschichte und Gesang, Orchester und Bühne verweben. Hier kann man schon erste Eindrücke gewinnen - und diese sind gewohnt fabelhaft:
Olof Dreijer der mittlerweile in Berline lebende, männliche Kopf von The Knife, beschreibt das Projekt so: “At first it was very difficult as we really didn’t know anything about opera. We’d never been to one. I didn’t even know what the word libretto meant. But after some studying, and just getting used to opera’s essence of pretentious and dramatic gestures, I found that there is a lot to learn and play with. In fact, our ignorance gave us a positive respectless approach to making opera. It took me about a year to become emotionally moved by an opera singer and now I really do. I really like the basic theatrical values of opera and the easy way it brings forward a narrative. We’ve approached this before in The Knife but never in such a clear way.”
Aus dem Zyklus kann man auch bereits das, gemeinsam mit Mt. Sims und Planningtorock entstandene, erste Stück “Colouring of Pigeons” als Download mitnehmen, nämlich via Soundcloud.
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January 12, 2010 from DANIEL ERK
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December 22, 2009 from DANIEL ERK
Gran-di-os!
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December 20, 2009 from DANIEL ERK
Warum auch immer, die deutsche Version von David Bowies “Heroes” war mir bislang nicht bekannt – ist aber wunderbar. Dafür, dass man davon ausgehen muss, dass Bowie trotz seiner Zeit in Schöneberg nicht so ganz genau weiß, was er singt, singt er wahnsinnig intensiv: “Ich/Ich bin dann König/Und Du/Du Königin/Obwohl sie/Unschlagbar scheinen/Werden wir Helden/
für einen Tag/Wir sind dann wir/an diesem Tag”. Intensiver fast als im Original. Und auch wenn das Original natürlich gesetzt und auf viele Weisen unantastbar ist, ist “Helden” textlich und in der Zerrissenheit, Wut und Hoffnung wunderbar. Und bitte, bitte: An welchen Stück von Blur erinnert mich die Art, wie der Chor in der dritten Strophe jede Zeile als Echo singt? Ich komm’ nicht drauf.
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December 10, 2009 from DANIEL ERK
http://www.vimeo.com/7917568
“Das müssen die Medien lernen: Nicht die spektakulären Dinge sind spektakulär, sondern die unspektakulären. Wir müssen unsere Landschaft neu ordnen, und unsere Städte. Wir brauchen eine Anordnung, die uns in kein Raster drängt, sondern uns freie Entfaltung ermöglich - das ist Design.”
Gute Güte, dieser Mensch toll.
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December 05, 2009 from DANIEL ERK

Schals, speziell der schmale, unifarbene American-Apparel-Schal der als “Minimalschal” zum Spottobjekt in Berliner Technokreisen bekannt wurde, sind eines der beliebtesten und hübschesten Modegadgets des modernen Manns. Im Gegensatz zu Handtaschen, die sich allen Umhängetaschen zum Trotz nie als Herrenaccessoire durchsetzen konnten. Hier nun ist die Lösung und sie kommt aus New York: der Julian Schal ist nicht nur sehr schön, sondern auch schön praktisch – in seinem Inneren kann man Sonnenbrillen, Geldbeutel, Schlüssel, iPods und andere Accessoires des Nacht- und Clublebens unterbringen oder verbergen, ganz wie man mag.
Blöderweise gibt es die schicken Dinger bislang nur in den USA im Versandhandel bzw. im Reed Space in New York. Falls jemand hinfährt: Ich hätte gerne einen in rot und schwarz, bitte.
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December 03, 2009 from DANIEL ERK
Es gibt mit Sicherheit größere Freunde der Band Röyksopp als mich. Das erste Album war natürlich ein Meilenstein, wenn auch vielmehr für mich als für die Musikgeschichte – seitdem finde alles, was die Norweger machen ganz gut, mehr aber auch nicht. Mit Ausnahme des bereits vor längerer Zeit hochgejubelten Stuart Prince aka Thin White Duke-Remix von “What Else is There” auf dem die Vocals von Karin “Fever Ray” Dreijer Andersson stammen.
Die aktuelle Röyksopp-Single “This Must Be It” ist nun auf viele Weisen eine Fortsetzung von “What Else Is There”. Neben der inhaltlichen Klammer vor allen Dingen der Fakt, dass auch hier Karin Dreijer Andersson wieder singt – und dass Stuart Prince wieder einen verstörend-guten Remix beigesteuert hat (des Weiteren gibt es Mixe von Rex The Dog, Apparat und Florian Meindl). Während das Lied bei mir gerade mal als “gut” durchgeht, sind die Remixe fast durchweg großartig. Richtig brilliant aber ist das Video zur Single:
http://www.vimeo.com/6830088
Es wäre nicht die schlechteste aller Möglichkeiten, irgendwann diesen Irrsinn der Moderne und des Funktionierens hinter sich zu lassen und in Extase zu degenerieren. Vermutlich ohnehin die einzige Alternative zu Protestantismus und Kapitalismus.
A propos gute Remixe: Auch die Gewinner des Röyksopp-Remix-Wettbewerbs zu “Tricky, Tricky” können sich durchweg blicken lassen.
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